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=> hahajuhu@riseup.net

25.6.2016

Jetzt wollen hier natürlich alle lesen wo ich studiert habe, bei wem und wie lange? Welchen Preis ich gewonnen habe? Wo ich schon ganz alleine ausgestellt habe?
Ist aber meiner Meinung nach wesentlich weniger wichtig als die persönlichen Überzeugungen, warum ich das tue. Das was? (was auch immer hier auf dieser Seite zu finden ist. Was das ist weis ich auch nicht.) Ob ich es gut kann, kann jede selbst beurteilen, nicht wahr? Dafür braucht ich kein Zertifikat. Ich kann dennoch sagen, wo ich schonmal dabei bin, dass ich mein Studium des Design in Nürnberg, nach 3 Semestern und einem in Paris, abgebrochen habe. Ich glaube es war eine gute Idee. Ich brauche niemanden, die oder der mir sagt was ich malen soll. Oder mich bewertet ob es gut ist was ich mache. Gut, ich habe natürlich auch nützliche Sachen dort gelernt. Aber wie ich diese Techniken anwende, darüber möchte ich schon selbst entscheiden.
Mir war der Austausch auf Augenhöhe in einem frei gewählten Umfeld lieber. Also nicht mit der Person, die entscheidet ob du gut oder schlecht bist, sondern entweder mit den anderen Menschen aus dem Kunstkollektiv (welches im Moment meines Abbruchs entstand) oder einfach mit allen Leuten, die sich meine Sachen ansehen.
Ich habe keinen Preis gewonnen. Doch, in der 8. Klasse des Gymnasiums ein Wirtschaftsquiz.

Ich meinte ja, dass Überzeugungen wichtiger seien als Zahlen. Das ist eine schwierige Sache, von seinen Überzeugungen zu schreiben. Ich habe mich bisher immer davor gedrückt, mich irgendwelchen Begriffen zuordnen zu wollen, weil mir immer die Hälfte wofür sie stehen nicht passte. Aber das ist natürlich immer eine Definitionsfrage. Wenn ich mich nicht in die Künstler-Schublade stecken lassen will, aber einer bin, dann muss ich eventuell einfach die Schublade verändern. Beziehungsweise mir einen Platz dort suchen und mich von dem Teil abgrenzen, der es mir so zuwider macht als Künstler bezeichnet zu werden.
Außerdem gibt es auch noch andere Schubladen, in welchen ich mich eventuell wohlfühlen könnte: die der AnarchistInnen oder die der FeministInnen. Ja ich würde glaube ich gerne als Anarchist oder Feminist bezeichnet werden, solange nicht vergessen wird, dass ich auch noch Künstler sein will. Das ist nämlich das Problem mit diesen Schubfächern. Irgendwie lassen die es nicht zu, in mehreren gleichzeitig zu sein.
Momentan sorgt diese Poly-Schubladerei dafür, dass ich mich anscheinend in meiner künstlerischen Heimat nicht mehr richtig wohl fühle. Ich brauche einen radikaleren Ort. Hierarchieloser. Antikapitalistischer. Oder einfach nur ein wenig mehr im Grünen. Das ist schwierig, da ich nicht weis, wo dieser Ort ist. Aber wenn ich ihn nicht suche, kann ich hier ja ewig unversucht und mal schwer, mal schleichend unzufrieden versauern.
Die Ecotopia-Biketour war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Mal sehen wo es mich nun hin verschlägt…

1.5.2016

System- und kunstkritische Kunst

Selbstportrait 30.5.2016

Selbstportrait 30.5.2016

Die Frage „Was ist Kunst?“ ist eigentlich eher irrelevant. Sie ist exklusiv und ausgrenzend. Am Ende egal. Kunst ist ein Textmarker. „Hier schau mich an, ich bin sehenswert!“ Ein Bilderrahmen.
Aber zu sagen „Das ist keine Kunst.“, ist unzulässige Bevormundung. Es ist eine persönliche Entscheidung einer/s jedeN einzelnen ob es gefällt, berührt oder eben relevant ist.
Ich mag Kultur, also mach ich mir welche. Am liebsten mit den anderen für alle. Es lebe die selbstverwaltete Kunst.

Derzeit liegt mein Fokus auf künstlerisch kritischer Reportage.
Ich mache Erfahrungsberichte in Bild und Text:
Sich aufmerksam umschauen. Reisen. Spannungen sehen, festhalten, verarbeiten, mitteilen.
Geschichten erzählen. Von Missständen, diese anprangern und bewusst machen. Geschichten von Alternativen, diese aufzeigen, darstellen, dass es auch anders geht.
Möglichst minimalistisch, mit dem was da ist. Keine Materialschlachten. Zum Beispiel mit Kugelschreiber in ein selbstgebundes Buch aus Altpapier. Mit weiser und schwarzer Farbe auf Zeitung. Gedruckt grundsätzlich nur auf Recyclingpapier.
Niedrigschwellig, wenn jemand was haben möchte, gibt es Spendenvorschläge. JedeR zahlt soviel wie sie/er möchte.

Jetzt geh ich erstmal wieder reisen., neue Impressionen sammeln, neu orientieren. Ich fahr diesen Sommer bei der Ecotopia-Biketour mit!

selbstportrait2015

Selbstportrait vom 21.6.2015

21.12.2015

Man stelle sich vor, es gäbe in der Stadt keine privaten Autos mehr. Wie wunderschön viel Platz auf einmal in den Straßen wäre. Wahrscheinlich wäre ununterbrochen Picknick und Flohmarkt und Spielplatz auf den momentan komplett zugeparkten Flächen. Nein, du musst nicht mit dem Auto einkaufen gehen! Du kannst dir auch einfach einen Korb aufs Rad schnallen. Mir geht es einfach auf die Nerven, wie alle jeden Tag so ignorant mit ihrer Umgebung umgehen. Wie sie den Motor aufheulen lassen und kurz vor der roten Ampel nochmal aufs Gas drücken. Wie sie sich im Supermarkt eindecken mit in tonnenweise Plastik eingepackten, leuchtenden Produkten. Wie sie alle zusammen sitzen und ihre Smartphones glotzen anstatt sich zu unterhalten.

Ja und was dann? Nörgeln ist immer leicht. Jetzt zu sagen wie es zu gehen hat, ist aber so lehrmeisterlich und überheblich. Alle Phrasen die mir einfallen, (Jeder muss seinen eigenen Weg finden/Man brauch nicht viel um zu leben/…) klingen wie ein platter Klappentext von „Wie bin ich glücklich?“ Trotzdem stimmt es. Keiner kann jetzt einfach eine ultimative Lösung präsentieren.
Haha, doch ich hab ne Idee! Macht es einfach alle wie ich, dann ist es super! Nein, bitte nicht!

Zur Zeit bin ich als Illustrator und Portraitzeichner tätig, mache ein bisschen Musik mit dem Borgo-Ensemble und ich werde versuchen unsere Gemeinschafts-Werkstatt sowie unseren öffentlichen Freiraum, das Heute: umzuziehen. Weil unser altes Zuhause, das ehemalige Quelleversandzentrum nach Zwangsversteigerung an Großkonzern ab 2016 nicht mehr zur Verfügung steht. Hier sollen künftig ein riesiges Einkaufszentrum, Luxus- und Sozialwohnungen und Büro- und Lagerflächen Platz finden. Naja, jedenfalls wird jetzt erstmal leer gemacht und abgeschaltet, ob dann was passiert und was ist eine andere Frage.

Erzähl mir mehr: schreib mir ne mail.

Selbstportrait 27.5.2014

Selbstportrait 27.5.2014

19.3.2014

Die große Frage: Warum machst du das?
Weil es mir Spaß macht. Es bereitet mir einfach Freude, zu zeichnen, zu filmen, zu bauen, zu schreiben. Das ist kein ernstzunehmender Grund? Doch, doch. (Stell dir mal vor jeder würde nur noch das machen, was ihm Spaß macht. Was für eine wunderbare Welt!) Es ist auf jeden Fall erstmal der Auslöser. Dann geht es weiter. Machmal merke ich, dass ich Menschen mit meiner Arbeit berühren kann. „Kunst“ wäre dann mein Beitrag zu dieser seltsamen Welt. In dieser Welt, in der alles effizient und sinnvoll sein muss, bin ich froh, die einzige Tätigkeit auszuüben, die keinen offensichtlichen Sinn hat.
Ich mache: Malerei/Zeichnung, Skulpturen, Film, Illustration, Grafik und Veranstaltungen

zurzeit arbeite ich bei folgenden Projekten mit:
Beim „Heute:__“, dem Raum für Kunst und Kultur des Quellkollektivs, kümmer ich mich um die Öffentlichkeitsarbeit, um einige Ausstellungen und mach den Laden am Freitag von 18 bis 22 Uhr auf. www.raumheute.de
In der Futterbombenbande versorge ich mit meinen Bandenkollegen die WGs und Supermarktgegner Nürnbergs mit Lebensmitteln für lau. Immer Donnerstags ab 18 Uhr gibt es Essen für alle! http://projekt31.org/futterbombenbande/selbstdarstellung

Noch Fragen? schreibt mir eine Mail!

Hier gibts ein Interview vom 25. März 2014 aus RadioZ. Ich erzähl was über meinen Werdegang, über die Quelle und ihr Kollektiv und übers Malen.

Selbstportrait 27.5.2013

Selbstportrait 27.5.2013

demnächst oder gerade vorbei:

18. -26. Juli: Sommerkollektion

12. Oktober: Stadtgarten Erntefest

25. Oktober: Krähengarten Herbstfest

1.-2. November: Kreativarena Jena

8.-9. November: Dilly-Dally Regensburg

11.3.2013

Ich liebe den Moment, wenn ich merke, dass mir das Werk, an dem ich gerade arbeite, gefällt. Wenn ich merke, dass es mich berührt, begeistert. Ich hoffe, dass die selbe Energie, die von mir hineinfließt, bei anderen ankommt, die das Werk an schauen/fassen/hören/… Das ist mein Traum, Leute mit diesem Gefühl beschenken zu können!

Selbstportait 27.05.2012

Selbstportait 27.05.2012

In Gemeinschaft kreativ zu sein, ist die absolut geniale Manifestation dieser Energie. Im Proberaum einer Band die Musiker zu zeichnen, während sie spielen. Das gemeinsame Versinken in Trance, einer inspiriert den anderen, ein Hochgefühl!
Oder zusammen ein gemeinsames Werk zu schaffen, sitze mit einem Freund in einer verrauchten Kneipe, wir kritzeln in ein altes Buch. Ein Affe, umgeben von Mustern, sorgt für spontanes Glück.
Oder eine Art Dialog : Ich habe ein Auto auf eine Klopapierrolle gezeichnet, mal gespannt auf Solènes Antwort!

Ich versuche niemals Teil der « großen Maschinerie » zu sein. Im Gegenteil, ich möchte sie aufzeigen und gegen sie protestieren. Ich möchte Alternativen unterstützen und andere Wege zeigen.

Habt einen schönen Tag!

Selbstportrait vom 27.5.2011

Ich heiße Lukas, bin 22 Jahre alt. Zurzeit studierte ich Illustration und reise. Mein Atelier befindet sich im ehemaligen Quelleversandzentrum wo sich viele großartige Menschen eingenistet haben und sich zum Quellkollektiv zusammengeschlossen haben.

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2 Kommentare

  1. Susanne

    Falls du etwas vermisst, das du im Bus liegen gelassen hast,
    melde dich bitte kurz.
    Viele Grüße
    Susanne

  2. Hanna

    Hallo, beeindruckend deine Art. Vielsagend deine Porträts. Haben zwei hier und verlieren uns in den Aussagen.
    Ich wünschte ich könnte so leben wie du…Das tun was ich gerne tue.

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