Portrailmal-Tour 2018 Teil1

Bin wieder auf Achse um die Kassen zu füllen. Diesmal war ich schon in Passau auf den Kunst- und Designmarkt und in Wien aufm Fesch’markt. Habe mal ein paar Bilder hochgeladen, gibt aber demnächst noch mehr.

Die nächsten Stationen:
– Kunst- und Designmarkt Salzburg 24.-25. November
– Mittelaltermarkt Fürth (immer mal wieder wenn schönes Wetter ist bis Mitte Dezember)
– Feschmarkt Voralberg 14.-16. Dezember

Manchmal fragen die Leute mich ob ich immer gleich anfange. Hmm. Wenn ich mit einem Stift oder einer Zeichenfeder arbeite, ist es oft der Scheitel mit dem ich beginne, dann nach links, dann die Augenpartie oder die Nase, manchmal dann der Mund oder die Kopfform. Als letztes kommt meistens angedeutete Kleidung. Eigentlich fast jedesmal stell ich dabei fest, dass der Scheitel viel zu weit links ist und ich muss ausbessern. Und Augen, Nase, und vorallem Mund mal ich grundsätzlich viel zu groß… nicht unbedingt mit Absicht.
Die Fehler sind aber auch egal, wenns zu arg ist, mal ich einfach nochmal drüber so wie ich den Eindruck habe dass es eher stimmt. Wenn eins von Beginn an nicht den Anspruch hat, ein perfektes Abbild zu kreieren, dann dann ist ein falsch gesetzter Strich keine Katastrophe. Eins merkt, es ist nicht ganz richtig so, dann aber zu korrigieren bis es passt ist oft keine gute Idee, lieber woanders weitermachen bis es mehr Bezugspunkte gibt, dann ist es auch einfacher die richtige Linie zu finden. Und oft ist dann eh alles ganz anders wie anfangs gedacht… Wenn ich mit dem Pinsel und Tusche/Acryl arbeite ist es eher so, dass ich erst die gesamte Fläche (ich nehme in diesem Fall grundsätzlich keinen reinweißen Hintergrund) wo Haut oder andere helle Stellen sind, mit Weiß oder einem hautfarbigen Ton grundiere, dann kommen grob die Schatten und dann kann ich entweder mit einem feineren Medium reinzeichnen, oder diese Prozedur fortsetzen, etwas Farbe ins Spiel bringen und dann wieder mit Dunkel und Hell die Formen weiter modellieren. Dabei ist das Weiß meist nicht „pur“ sondern gemischt mit warmen Farbtönen, so dass später noch eine Steigerung mit reinem Weiß möglich ist und außerdem kommt es einem lebendigem Hautton auch näher. Selbes gilt für die dunklen Töne; hier ist es ein dunkles blau-grün-grau dass ich verwende. Diese Technik habe ich von einem Ölmaler der alten Schule erlernt, Richard Pinkert. Und natürlich war das auch nicht seine Idee, sondern Rembrandt und co machten das auch schon so.

Die bläulich-dunkle Tusche für die Schatten war jetzt zum ersten Mal im Einsatz. Die ersten beiden Märkte hab ich sie kaum angerührt, erst in Salzburg hab ich mir irgendwann in einer Pause gedacht, so jetzt hab ich mal Lust was neues zu probieren. Und die Bilder die dann kamen, haben mich selbst überrascht:

Und auch das gute Kopierpapier kam einige Male zum Einsatz, aus einer Zeichnung werden so ganz leicht 2:

Es ist immer wieder nett, die Menschen auf eine so einfache Art glücklich zu machen. Viel braucht es ja nicht dazu, ich habe mittlerweile soviele Materialen gesammelt und kenne die Orte wo ich einfach mehr herbekomme. Dann pack ich alles ein und muss „nur noch“ im Akkord den Pinsel oder den Stift schwingen.
Und jetzt kenn ich auch schon einige andere Aussteller_innen, es existiert sowas wie eine kleine Community zwischen all diesen doch sehr nomadischen und selbermachenden Leuten. Jedes Mal mache ich jetzt die Runde und Frage nach Tauschgeschäften. Dieses Mal gabs bisher für mich: Ein paar Stricksocken, eine Art Hennatatoo, Olivenöl, geräuchertes Salz, warmes Essen diverser Art, Pilzpesto, Tee, Chutney, Proteinriegel, CBD-Gras, Marmelade, Mandarinen und ein handgeschmiedetes Messer. To be continued…

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Über lukasseite

system- und kunstkritische Kunst. aktivistischer Illustrator // reisender Portraitzeichner // kulturschaffender Radfahrer // Sand im Getriebe // Ein Tropfen im Ozean //

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